Geschrieben von
Madman-Maniac am 01.09.09, 18:35
Erschienen bei:
Ullstein Tb
Kategorisiert als:
Roman
Horror
Medienregal:
Kurzbeschreibung:
Ein Alptraum, eine Vision des Schreckens, eines der faszinierendsten Werke von Stephen King
Das Böse in Gestalt eines namenlosen Grauens versetzt eine kleine amerikanische Stadt in Angst und Schrecken. Eine unheimliche Mordserie reißt nicht ab...Mike Hanlon und seine Freunde schwören, das Grauen zu bekämpfen - denn nur ihre Gemeinschaft kann "es" töten, weil ihre Freundschaft und Liebe zueinander stärker ist als die Gewalt des Bösen.
Review:
Dieses Buch ist so ziemlich alles: angsteinflößend, spannend, verstörend, interessant, pervers, lustig, gruselig, unterhaltsam...
Die 1214 Seiten haben mich zunächst abgeschreckt, aber nachdem ich angefangen hatte es zu lesen, wollte ich auf Teufel komm raus wissen wie es zuende geht. King berichtet über die Geschehnisse in Derry in zwei Geschichten (plus ein paar Nebenhandlungen): Zum einen geht es um die Handlung von 1957/58, zum anderen um die von 1985. Die Zeit wechselt permanent. Erst in recht großen Abständen, später sogar innerhalb eines Kapitels. Die Übergänge zerfließen ineinander. Das macht die Geschichte sehr interessant, aber auch ein wenig kompliziert, denn man muss vieles im Hinterkopf behalten, um spätere Ereignisse und die Reaktionen darauf verstehen zu können.
King beschreibt alles sehr detailliert, so dass man sich perfekt in alles hineindenken kann. Gerade bei diesem Buch, in dem "es" die Opfer mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontiert, ist es genau das, was diesen Horror perfekt macht.Leider macht genau das das Buch auch stellenweise sehr langatmig. Aber was soll's? Es ist ein King! Das gehört dazu. Und ohne diese ganzen Beschreibungen wäre die Geschichte sicher nur halb so interessant.
Es gibt allerdings etwas zu bemängeln und ich rate denjenigen, die das Buch noch nicht kennen, aber noch lesen wollen, an dieser Stelle besser nicht weiterzulesen.
Stephen King nimmt natürlich kein Blatt vor den Mund bei all seinen Beschreibungen. Im Allgemeinen ist das auch sehr gut, denn wieso sollte er die grausamen Morde auch beschönigen? Auch die vielen sich wiederholenden Kraftausdrücke und Schimpfworte gehören dazu. Aber ein Mädchen (11), das mit ihren sechs Freunden (ebenfalls 11 - 12) in einem Kanalisationsschacht schläft? Ein 14-jähriger Junge, der sich selbst und einen Gleichaltrigen auf einer stinkenden Müllhalde befriedigt? Das geht doch ein gehöriges Stück zu weit und hat mit dem Verlauf der Geschichte nicht allzu viel zu tun. Es hätten stattdessen andere Ereignisse stattfinden können.
Ich halte dieses Buch daher nicht für Leser unter 16 oder gar 18 Jahren geeignet.
Das Ende des Buches liest sich auch recht merkwürdig. Nach dem Finale geht plötzlich alles ganz schnell und es scheint so, als würde King das Happy End erzwingen.
Insgesamt vergebe ich 7 von 10 Punkten für dieses Buch.
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